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Presseinformation
Cottbus, 02.09.2026
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Klimafreundliche Grundstoffe in den Markt bringen: KEI zeigt Wege für Leitmärkte auf
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Wie können Märkte für klimafreundliche Grundstoffe wie Stahl und Zement entstehen? Ein neues Diskussionspapier des Kompetenzzentrums Klimaschutz in energieintensiven Industrien (KEI) zeigt zentrale Voraussetzungen für den Markthochlauf auf und formuliert Handlungsempfehlungen für Politik, Wirtschaft und öffentliche Hand.
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Die Transformation der energieintensiven Industrie erfordert hohe Investitionen in klimafreundliche Produktionsverfahren. Damit sich diese Investitionen langfristig rechnen, braucht es neben Unterstützung auf der Angebotsseite auch eine verlässliche Nachfrage nach klimafreundlich produzierten Grundstoffen. Genau hier setzen Leitmärkte an: Sie sollen Nachfrage schaffen und damit Investitionen in klimafreundliche Technologien beschleunigen.
Klimafreundliche Leitmärkte stärken Nachfrage Das neue Diskussionspapier „Leitmärkte für klimafreundliche Grundstoffe“ fasst die Erkenntnisse aus dem thematischen Veranstaltungsformat „KEI Podium“ sowie den dazugehörigen Workshops zusammen. Im Mittelpunkt stehen dabei unter anderem Standards und Labels, Zahlungsbereitschaft, Kostenunterschiede, öffentliche Beschaffung sowie die europäische und globale Perspektive.
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„Damit klimafreundliche Grundstoffe ihren Weg in den Markt finden, braucht es vor allem verlässliche Rahmenbedingungen. Einheitliche Standards und transparente Informationen über die Klimawirkung von Produkten stärken die Nachfrage – etwa durch die öffentliche Beschaffung. So können Leitmärkte dazu beitragen, klimafreundliche Grundstoffe marktfähig zu machen und Investitionen in klimafreundliche Technologien anzustoßen.“
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– Ece Oyan, KEI-Referentin und Mitautorin
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Öffentliche Beschaffung als zentraler Hebel Eine zentrale Voraussetzung für funktionierende Leitmärkte ist Transparenz. Einheitliche Standards und Labels können dabei helfen, die Klimawirkung von Grundstoffen vergleichbar zu machen und Orientierung für Unternehmen und öffentliche Beschaffung geben. Das Diskussionspapier schägt deshalb unter anderem vor, die Emissionsbilanzierung von Labels und Zertifizierungen stärker zu harmonisieren und einheitliche CO₂-Bewertungsmaßstäbe zu etablieren.
Auch die öffentliche Hand kann eine wichtige Rolle beim Markthochlauf übernehmen. Durch verbindliche Nachhaltigkeitskriterien und die stärkere Berücksichtigung klimafreundlicher Grundstoffe in der öffentlichen Beschaffung kann sie Nachfrage schaffen und damit Investitionsentscheidungen der Industrie unterstützen.
Einheitliche Rahmenbedingungen schaffen Leitmärkte für klimafreundliche Grundstoffe brauchen zudem einen abgestimmten europäischen und internationalen Rahmen. Das gut 40-seitige Dokument empfiehlt hierfür einheitliche und ambitionierte CO₂-Grenzwerte, ein wissenschaftlich fundiertes EU-Klimalabel sowie die stärkere Harmonisierung von CO₂-Bilanzierung und Standards. Auf globaler Ebene sollen internationale Klimasiegel, Standards und transparente Lieferketten dazu beitragen, faire Wettbewerbsbedingungen zu schaffen.
Die Handlungsempfehlungen richten sich damit an verschiedene Ebenen – von Unternehmen und der Bundesebene über Länder und Kommunen bis hin zur europäischen und globalen Ebene. Ziel ist es, Rahmenbedingungen zu gewährleisten, unter denen klimafreundliche Grundstoffe marktfähig werden und gleichzeitig Wettbewerbsfähigkeit, Transparenz und zukunftssichere industrielle Wertschöpfung gestärkt werden.
Diskussionspapier kostenfrei downloadbar Interessierte können das barrierefreie Diskussionspapier auf der KEI-Website herunterladen. Dort finden sich weitere Informationen zur Publikation: www.klimaschutz-industrie.de/diskussionspapier-leitmaerkte.
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Über das KEI
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Für die klimaneutrale Industrie von morgen fördert, berät und vernetzt das Kompetenzzentrum Klimaschutz in energieintensiven Industrien (KEI) insbesondere die Grundstoffindustrie in Deutschland bei der Reduktion von Treibhausgasemissionen. Im Fokus stehen energieintensive Branchen wie Stahl, Nichteisenmetalle und Chemie, Zement, Kalk und Keramik, Papier und Zellstoff, Glas und Gießereien sowie weitere Sektoren.
Das KEI arbeitet im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWE) sowie des Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN) als Projektträger sowie Denkfabrik und ist zugleich zentrale Anlaufstelle für den industriellen Mittelstand sowie für Politik, Wissenschaft und Öffentlichkeit. Als Geschäftsbereich der Zukunft – Umwelt – Gesellschaft (ZUG) gGmbH leistet das Kompetenzzentrum mit Sitz in Cottbus einen aktiven Beitrag zur Strukturentwicklung in der Lausitz. Die fachliche Arbeit des Teams wird von Jakob Flechtner geleitet.
Im Auftrag des BMWE betreut das KEI die „Bundesförderung Industrie und Klimaschutz“ (BIK) und begleitet Unternehmen in Deutschland bei der Entwicklung und Umsetzung klimafreundlicher Industrievorhaben. Als Think Tank unterstützt es zugleich mit fachlichen Impulsen den Wandel energieintensiver Industrien: Es identifiziert relevante Forschungsbedarfe und macht Wissen zur industriellen Dekarbonisierung branchenübergreifend zugänglich – unter anderem durch Studien, Fachpublikationen und externe Untersuchungen.
Darüber hinaus betreibt das KEI die Koordinierungsstelle des Clusters Dekarbonisierung der Industrie (CDI) sowie die Nationale Kontaktstelle für den EU-Innovationsfonds (NKS IF). Zudem begleitet das Kompetenzzentrum als fachlicher Partner die Umsetzung des Servicezentrums für industrielle Transformation in den Regionen – Vernetzung regionaler Industrieinitiativen (SiT).
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